Ich habe gerade Ramit Sethis Buch „Ich werde dich lehren, reich zu sein“ beendet. Ich hatte ihn im Brute Strength-Podcast gehört, und obwohl ich wusste, dass er 2009 einen Bestseller veröffentlicht hatte, hatte ich das Original nie gelesen. Also habe ich mir die aktualisierte Version besorgt.
Es gibt so viele Analogien zu Fitness und Geld, dass ich, wenn ich für jedes Mal, wenn ich eine gehört habe, einen Euro bekäme, wirklich stark sein müsste, um alle meine Euro aufzusammeln.
Jedenfalls brachte mich das Buch dazu, über das klassische Rezept zum Abnehmen nachzudenken: „Weniger essen, mehr Sport treiben“, und wie es auch für Geld gilt: „Weniger ausgeben, mehr verdienen.“
Okay, toll. Das ist leichter gesagt als getan.
Außerdem: Wie weit gehen wir in beide Richtungen?
Bedeutet „weniger ausgeben“, überhaupt nichts auszugeben und nur das Geld zu horten? Bedeutet „weniger essen“, dass man den ganzen Tag nur Wasser trinkt?
Wie sieht es mit dem anderen Ende des Spektrums aus? Sollten wir sechs Stunden pro Tag Sport treiben? Wie viel Geld ist genug?
Da ich mich auch viel mit Psychologie beschäftige, weiß ich, dass uns der Verstand Streiche spielen kann. Wenn es um Essen und Geld geht, und wir müssen uns daran erinnern, dass wir keine Maschinen sind, die einfach weniger Treibstoff zu sich nehmen oder rund um die Uhr laufen können.
Kurz gesagt lautet Sethis finanzieller Ratschlag: „Geben Sie extravagant für die Dinge aus, die Sie lieben, solange Sie bei den Dingen, die Sie nicht lieben, gnadenlos sparen“. Es gibt noch mehr, aber ich glaube, das macht klar, worum es geht.
Mir gefällt das sehr gut, weil es anerkennt, dass wir Menschen sind und emotionale Bindungen zu Dingen haben. Ein klassisches Beispiel: Viele Finanzgurus raten dir, keine Milchkaffees mehr zu kaufen – aber wenn du Milchkaffees liebst, dann solltest du sie auch kaufen, meint Sethi!
Ich stimme ihm zu, wenn es um die Ernährung geht. Wir können sogar das Beispiel mit dem Milchkaffee beibehalten. Wenn du Milchkaffees liebst, dann nur zu! Aber denken wir doch mal an die Chips und Brezeln, die wir zu Hause gedankenlos knabbern. Wenn das dir keine Freude bereitet, solltest du es wie Marie Kondo machen und sie loswerden.
Letzten Endes müssen wir erkennen, dass eine völlige Einschränkung für 99 % von uns unvernünftig ist, und wenn das ultimative Ziel darin besteht, glücklich zu sein, dann sollte man sich nicht … Moment mal … zu kurz kommen lassen!
Coach Samuel Paulsen
Certified CrossFit Trainer Level 3